Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zur Kinder- und Familienzentren (KiFAZ) und Erprobung von Sprach- und Kulturmittlern

Im Auftrag der Stadt Leipzig wurden 10 Kindertagesstätten in sozial benachteiligten Ortsteilen wissenschaftlich begleitet Zentren der Begegnung, der Bildung und der Vernetzung von Familien zu werden. Ziele des Projektes war es, Familien in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, um frühzeitig und nachhaltig die Entwicklungschancen von Kindern zu verbessern. Dem Quartiersbezug wurde dabei eine besondere Bedeutung beigemessen, indem die Lebenswelt der Familien in die Arbeit der Einrichtungen einbezogen wurde. Durch gezielte Vernetzung von Familien in ihrer Nachbarschaft sollten die Ressourcen der Eltern gestärkt werden. Nach dreijähriger Projektlaufzeit hat sich das Leipziger Konzept zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Ausschlaggebend dafür war die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Aspekten der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Nach anfänglicher Fokussierung auf Angebote machten sich alle beteiligten Einrichtungen die Arbeit an der inhaltlichen Qualität, der damit verbundenen Weiterqualifizierung der Mitarbeiter_innen sowie der Fokussierung auf die Bedarfsorientierung zum Prinzip. Flankierend dazu wurden in Einrichtungen mit besonders hohem Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund Maßnahmen zur besseren Integration etabliert, u.a. durch den Einsatz von Sprach- und KulturmittlerInnen. Zur nachhaltigen Qualitätssicherung wurde ein Zertifizierungsverfahren entwickelt, durch das ge-prüfte Kindertagesstätten das Gütesigel „Leipziger Kinder- und Familienzentrum“ erlangen können.

Projektmitarbeiter_innen: Christian Soyk und Esther Stahl