VERA - Vertrauen im Arbeitsprozess

Zahlreiche Umstrukturierungsmaßnehmen in den öffentlichen Diensten werden meist unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten umgesetzt, um Verwaltungshandeln zu optimieren. Reformen bedürfen jedoch neben der Berücksichtigung aller Prozessbeteiligten (Mitarbeiter_innen, Klient_innen und Vorgesetzten) insbesondere Vertrauen.

Ziel des Projektes war deshalb ein partizipatives Vertrauensmanagements innerhalb zweier Modellorganisationen (einen Amt der Stadtverwaltung und einem freien Träger) aufzubauen, um Arbeitszufriedenheit, Wohlbefinden der Mitarbeiter_innen, Arbeitsbedingungen sowie die interne Kommunikation zu verbessern.

Projektmitarbeiter_innen: Christian Kretzschmann und Ulrike Leistner

Ergebnisse

Die Organisationsanalysen basierend auf Einzelinterviews, Gruppendiskussionen, Dokumentenanalysen und einer Fragebogenerhebung zeigten höchst diversen Ausgangslage in den beiden Einrichtungen auf, so dass passgenaue Maßnahmenpakete für die jeweilige Organisation gemeinsam mit Mitarbeiter_innen aller Hierarchieebenen in Zukunftswerkstätten und Arbeitskreisen konzipiert werden. Diese waren vornehmlich den Kategorien Informationsweitergabe, Führungsverhalten, Arbeitsklima und Vernetzung zuzuordnen. Die Umsetzung der Maßnahmen wurde durch wiederum hierarchieübergreifend besetzte Vertrauensforen begleitet. Insgesamt bewertete die Mehrheit der Beschäftigten beider Organisationen die stark partizitpative Vorgehensweise positiv. Lediglich 12 bzw. 15 Prozent würden sich nicht wieder an einem zukünftigen partizipativen Organisationsentwicklungsprozess beteiligen. Ein Teil der entwickelten Maßnahmen wurde in der Organisationskultur nachhaltig verankert.