KuSeppA - Kultursensible Seniorenpatenschaften für pflegende Angehörige

Aufgrund des demographischen Wandels nehmen der Anteil der Pflegebedürftigen und damit die Anzahl pflegender Angehöriger zu. Dies betrifft ebenso und besonders die Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund. Kultursensible Seniorenpatenschaften zwischen pflegenden Angehörigen und Ehrenamtlichen zielen auf die Reduktion und Prävention seelischer Beanspruchung ab. Ziel des Projektes waren die Entwicklung von kultursensiblen Seniorenpatenschaften für pflegende Angehörige, die Implementierung in der Praxis sowie die Evaluation des Prozesses und der Wirkung. Es wurden qualitative und quantitative Methoden über 3 Messzeitpunkte genutzt. U.a. wurden nach der Istanalyse der Belastungssituation und Bedarfsanalyse die Wirkung der etablierten Seniorenpatenschaften auf pflegende Angehörige analysiert. Die Prozessanalyse thematisiert die Implementierung der Angebote auf den Ebenen Ehrenamtliche, Angehörige und der Seniorenpatenschaften. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen. Seites der Ehrenamtlichen werden inhaltliche Vorbereitung und Begleitung als wichtig und positiv erachtet. Pflegende Angehörige beziehen die potentiellen Angebote hauptsächlich auf den Pflegebedürftigen, weniger als Option für sich selbst. MigrantInnen wünschen und brauchen kultursensible Unterstützungsangebote. Kultursensible Seniorenpatenschaften werden von Ehrenamtlichen und pflegenden Angehörigen positiv bewertet und wirken positiv auf die sozialen Kontakte der pflegenden Angehörigen. Der Einsatz von Kultur- und Sprachmittlern ist wichtig.